Multikulturalismus – die „heilige Kuh“

Das Projekt der Multikulturalisierung Deutschlands und Europas stammt aus den 1920ern und ist für die kulturmarxistische Linke heute immer noch eine „heilige Kuh“.

Wirklich etablieren, als eine von breiteren Gruppen getragene Bewegung konnte sich die multikulturelle Utopie ab den späten 1960ern. Dies war eine Folge der durch die USA betriebenen Re-education. Der Traum von der Gleichheit aller Menschen, Kulturen, Ethnien und Religionen diente der Studentengeneration zur Kulturrevolution.

Anstelle der Arbeiterklasse erklärte die Neue Linke neben Frauen und Homosexuellen den Gastarbeiter und später den Migranten zur neuen Opfergruppe und nutzte ihn als Hebel, die alte „rassistisch-chauvinistische“ Ordnung zu stürzen und eine neue zu etablieren.

Im Zentrum des Multikulturalismus (als positiv verstandene Utopie) steht die aus der Aufklärung stammende Vorstellung einer nur noch der Vernunft verpflichteten „Weltgesellschaft“, in der alle Menschen sich von Herkunft, Religion und ethnischen Unterschieden emanzipiert haben und damit gleich sind. Staaten werden in diesem Kontext zu reinen Siedlungsgebieten, in denen Menschen beliebiger Herkunft nach Bedarf sesshaft gemacht werden und zusammenleben sollen.

Eine Abkehr der westlich geprägten Linken vom Multikulturalismus ist daher nicht mehr zu erwarten. Viel zu sehr ist der Multikulturalismus Teil der neulinken Ideologie seit 1968, und für eine Revision fehlt es dem linken Mainstream an Vordernkern. Hauptfeind bleibt daher der Kritiker, der den Finger in die (ideologische) Wunde legt.

Es bleibt die Frage, ob das absehbare Scheitern der multikulturellen Utopie, und die drohende Wandlung insbesondere Deutschlands in ein deindustrialisiertes, multiethnisches Schlachtfeld von Anfang an so geplant, und der linke Mainstream nicht mehr als ein williges Werkzeug war.

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