Corona und kein Ende: Unbefristete Vollzeitstelle als Pandemiemanager/in (m/w/d)

Manchmal ertappe ich mich tatsächlich bei dem Gedanken, die Bundesregierung werde innerhalb der nächsten Monate wieder zur Vernunft kommen und die „Maßnahmen zur Bekämpfung des Coronavirus“ aufheben. Schließlich hat sie nichts zu verlieren. Sie hat die Freiheitsrechte der Bürger über Monate hinweg massiv eingeschränkt und kann nun die Tatsache, dass im Vergleich zu jeder anderen Grippewelle kaum Menschen an Corona verstarben, als Erfolg genau dieser Maßnahmen feiern. Würde die Bundesregierung also innerhalb der nächsten Monate mit dem Spuk einfach Schluss machen, könnten die Verantwortlichen tatsächlich sagen: Ende gut, alles gut und zur Normalität zurückkehren.

Jedoch fiel mir kürzlich eine kleine, süddeutsche Tageszeitung in die Hände. Unter Stellenangeboten fand sich hier die Anzeige des Landkreises Lörrach:

„Im Fachbereich Gesundheit ist zum nächstmöglichen Zeitpunkt eine unbefristete Vollzeitstelle als

Pandemiemanager/in (m/w/d)

zu besetzen.“

Man lasse sich das auf der Zunge zergehen. Die Rede ist hier nicht von einer befristeten Stelle bis zum Ende der Maßnahmen. Die Rede ist von „unbefristet“. Und das ist nur die Spitze des Eisbergs. Der Landkreis Lörrach macht hier nur nach, was Bundesregierung und Landesregierungen längst vorgemacht haben. Man schafft hier auf Kosten der Steuerzahler nicht nur unbefristete „Arbeitsplätze“, für sogenannte „Pandemiebeauftragte“, nein. Man schafft hier die Voraussetzung, Probleme in den Fokus zu rücken, die vorher überhaupt nicht im Bewusstsein der Menschen existierten.

Denn natürlich ist dieses Leben sehr gefährdet und wird tödlich enden. Große Gefahren lauern an jeder Ecke und jeder Supermarktbesuch kann den Tod bringen. Je mehr ich mich jedoch auf diese Gefahren konzentriere, desto größer werden diese vor meinem inneren Auge und desto unfähiger werde ich, einfach ganz normal in den Supermarkt zu gehen und einzukaufen.

Denn nehmen wir einmal an, die Bundesregierung kommt Mai oder Juni 2021 tatsächlich zur Vernunft und hebt die „Corona-Maßnahmen“ auf. Dann sitzen da immer noch unzählige Pandemiebeauftragte bei Bund, Ländern und Gemeinden in ihren unbefristeten Stellen und haben den ganzen Tag Zeit, darüber nachzugrübeln, welche Pandemie denn weltweit als nächstes ausbrechen könnte. Menschen die aber den ganzen Tag über Pandemien nachdenken, sehen auch überall Pandemien. Das ist psychologisch ein ganz natürlicher Vorgang. Ein Hundeliebhaber sieht an jeder Ecke Hunde, ein Virologe sieht überall Viren und ein Pandemiebeauftragter Pandemien. Das ist sein Beruf, dafür wird er bezahlt. Ansonsten könnte man seine Stelle einfach streichen.

Dem Pandemiebeauftragten geht es dabei ähnlich, wie den mit ihm verwandten, ebenfalls steuerfinanzierten Gender-Beauftragten, Gleichstellungsbeauftragten, Klimaschutzbeauftragten, Antirassismus- und Migrationsbeauftragten. Alle diese Beauftragten beschäftigen sich tagaus, tagein mit Problemen, von deren Existenz wir oftmals noch nicht einmal wüssten, gäbe es nicht hochdotierte Vollzeitstellen für Menschen, die dafür bezahlt werden, genau diese Probleme ins gesellschaftliche Bewusstsein zu rücken.

Indem nun aber diese „Probleme“ in den Fokus der allgemeinen Aufmerksamkeit gerückt werden, fangen diese an, zu wuchern und zu wachsen. Durch die neue Berufsgruppe der Beauftragten erschafft also der Staat nicht nur die Probleme, mit deren „Bekämpfung“ die Beauftragten dann beschäftigt sind. Diese „Probleme“ wachsen so lange, bis sie das ganze Leben dominieren und selbst ein Supermarktbesuch zum Alptraum zwischen Atemschutzmasken und Desinfektionssprays wird.

Und wenn es schon den Antirassismusbeauftragten gelungen ist, überall Rassismus zu diagnostizieren und so das Thema Rasse erst wieder ins allgemeine Bewusstsein zu rücken, den Gleichstellungsbeauftragten gelungen ist, dass Professuren nicht mehr nach Eignung, sondern nach Geschlecht vergeben werden und den Klimaschutzbeauftragen eine exorbitante Neuverschuldung des Staates zu verdanken ist, dann sollte uns klar werden, dass uns von den Pandemiebeauftragten in Zukunft noch sehr viel mehr blühen wird und Corona erst der Auftakt war.

Pandemiebeauftragte müssen schließlich, wie alle anderen Beauftragten auch, die Existenz ihres Arbeitsplatzes rechtfertigen. Wenn also im Mai oder Juni 2021 die Coranmaßnahmen aufgehoben werden, dann bleibt den Deutschen nur eine kurze Schonfrist. Denn ein Pandemiebeauftragter rechtfertigt seine Existenz am besten dadurch, dass er neue Pandemien im ernsten Tonfall des „Experten“ heraufbeschwört.

Der beste Zeitpunkt für die nächste Beauftragten-Pandemie dürften Oktober und November 2021 sein. Neue Virenstämme haben Richtung Winter ihre größte Ausbreitung. Möglicherweise wird man es aber 2021 noch bei leichten Maßnahmen lassen. Aber spätestens 2022 geht es wieder richtig los. In pseudowissenschaftlichem Tonfall können dann endlich wieder die ganzen Beauftragten in den Massenmedien das Wort ergreifen. Endlich werden sie wieder „ernst genommen“ und ihre Arbeit von der Öffentlichkeit wertgeschätzt. Die Massenmedien dürfen wieder „aufklären“ und „objektive Berichterstattung“ leisten und die Regierung dann zu neuen „Maßnahmen zum Schutz des Allegemeinwohls“ schreiten.

Wer nun aber glaubt, er wisse, wie man nicht nur die Gefahr neuer Pandemien bannen könne, sondern gleich auch noch dem Rassismus, dem Klimawandel, der Gender- und Migranten-Benachteiligung den Garaus machen kann, der sei gewarnt. Natürlich liegt schon aus unternehmerischer Perspektive die Lösung auf der Hand: Man schafft einfach die Berufsgruppe der Beauftragten ab und spart auch noch Geld dabei. Damit aber genau das nicht geschieht, gibt es die Berufsgruppe der Gefahr-von-rechts-Beauftragten, die nichts anderes zu tun hat, als darüber zu wachen, dass niemand an der neuen Beauftragten-Despotie irgendwelche Zweifel hegt.

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