Macht Fernsehen dumm? Und was das mit dem Rundfunkbeitrag zu tun hat

Zahlreiche Studien belegen, dass regelmäßiger Fernsehkonsum negative Auswirkungen auf die Intelligenz des Einzelnen hat: Fernsehen macht im wahrsten Sinne des Wortes dumm.

Anders als die öffentlich-rechtlichen Sender jedoch gerne behaupten, liegt die Gefahr weniger im reinen Unterhaltungsfernsehen der Privatsender, sondern gefährlich wird es laut Neil Postman genau dort, wo das Fernsehen versucht, uns zu bilden. In seinem Klassiker „Wir amüsieren uns zu Tode“ räumt Postman mit den klassischen Mythen des sogenannten Bildungsfernsehens auf und entlarvt die Berichterstattung zum Beispiel über politische Themen bei ARD und ZDF als Infotainment.

Infotainment bedeutet, dass anstelle politisch zu informieren, das Fernsehen laut Postman den Bürger in die Passivität des reinen Konsumenten drängt. So wurde aus dem politisch mündigen Bürger der Neuzeit der lethargische Zuschauer der postmodernen, gelenkten Demokratie, in welcher politische Mitbestimmung durch das inszenierte Spektakel der Talkshows ersetzt wurde.

Liegt hierin einer der Gründe, warum gerade in Deutschland ein Medium wie Fernsehen zwangsfinanziert wird? Möchte man die Macht des Fernsehens nutzen, um die Menschen in die Passivität zu führen?

Antworten auf diese Fragen gibt es in meinem neuen Video.

Literatur:

Benjamin Kaiser: „Kulturmarxismus“

Benjamin Kaiser: Kulturmarxismus

Neil Postman: „Wir amüsieren uns zu Tode: Urteilsbildung im Zeitalter der Unterhaltungsindustrie“

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