Wer lenkt die Flüchtlingsströme?

Kaum jemand kennt die großen internationalen Organisationen, die sich um die Lenkung der Flüchtlingsströme kümmern. Selten wird ihre Arbeit in den Leitmedien thematisiert. Manchmal tauchen ihre Namen jedoch plötzlich auf. So erregte im Sommer 2018 die „Internationale Organisation für Migration“ (IOM) Aufmerksamkeit, als der von Donald Trump vorgeschlagene Kandidat um den Vorsitz wegen angeblicher „Islamfeindlichkeit“ und „Fremdenfeindlichkeit“ abgelehnt wurde. Das störte wiederum den amerikanischen Präsidenten, denn schließlich sind die USA noch vor der EU drittgrößter einzelner Geldgeber dieser Einrichtung.

Die IOM scheint also wichtig zu sein. Was steckt jedoch hinter der IOM? Trotz aller Bedeutung, die sie hat, sind die zugänglichen Angaben spärlich. Sie gilt in den Mainstreammedien als „böse Schwester“ des UN-Flüchtlingswerks (UNHCR), da sie 1951 ursprünglich einmal als antikommunistischer Gegenentwurf zur deutlich mächtigeren UN-Flüchlingsorganisation gegründet wurde. Ziel der IOM war nicht “zu helfen”, sondern Flüchtlingsströme und Arbeitsmigration im Kampf gegen den Kommunismus gezielt lenken zu können.

Entsprechend sind die Mittel der IOM sind bis heute an die jeweiligen Vorgaben der Geldgeber gebunden. Je nach Auftraggeber setzt sie Projekte um, wie sie unterschiedlicher kaum sein können. Ein Beispiel für ihre Tätigkeit ist die breitangelegte Aufklärungskampagne über ertrunkene Flüchtlinge im Mittelmeer (seit 2015), die seither in allen Medien verbreitet wird. Mit dieser wurde die Wanderbewegung in die sozialen Sicherungssysteme Deutschlands und Westeuropas nicht nur befeuert, sondern auch die nötigen Argumente für das Propagieren einer „Willkommenskultur“ geliefert. (Dass in Folge dieser Verlockungen immer weitere Menschen im Mittelmeer ertranken, wurde dabei natürlich unterschlagen.)

Doch die IOM kann nicht nur Migranten anlocken, sie kann auch abschrecken. 2002 hatte die australische Regierung auf den pazifischen Inseln Nauru und Manus Auffanglager errichtet, um Flüchtlinge davon abzuhalten, Australien zu betreten. Vertreter der AfD nannten diese Art der Lager beispielhaft. Erstaunlich dabei ist, der Betreiber dieser Lager ist ebenfalls die IOM.

Die IOM tut also genau das, wofür sie jeweils bezahlt wird. Sie produziert einmal für die schweizerische Regierung Fernsehspots, die in Afrika ausgestrahlt werden, um Flüchtlinge von der Einwanderung in die Schweiz abzuhalten, während sie von Berlin aus mit Broschüren für mehr Herz für Flüchtlinge wirbt. Die IOM arbeitet im Sinne ihrer Auftraggeber, was die wenigsten wissen.

Herzlich

Benjamin Kaiser

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